Das Kelleramt

Historisch

Im Jahre 1291 wurde das Kloster St. Leodegar in Luzern mit all seinen Gütern an Rudolf von Habsburg verkauft. Die Habsburger bildeten aus den Dörfern Jonen, Ober- und Unterlunkhofen und Arni-Islisberg einen eigenen Verwaltungsbezirk, das Kelleramt. Als Untertanen hatten die Kellerämter ein eigenes "Recht" und ein Zivilgericht mit einem selbstgewählten "Untervogt" als Präsidenten und vier "Fürsprechern" als Richter. Es tagte viermal im Jahr in der Taverne "zur Muttergottes" in Jonen. Diese Wirtschaft war im Mittelalter die einzige zwischen Ziegelbach beim Geisshof Unterlunkhofen und Cham und hatte das alleinige Back- und Metzgrecht.

Als im Jahre 1415 die Eidgenossen den Aargau eroberten, kam das Kelleramt an die Stadt Zürich. Diese überliess die Niedere Gerichtsbarkeit der Stadt Bremgarten. Bei der Reformation neigten die Kellerämter zum neuen Glauben, kehrten aber nach der zweiten Schlacht bei Kappel 1531 mit Bremgarten wieder zum alten Glauben zurück. Im Jahre 1803 wurde das Kelleramt dem neuen Kanton Aargau und dem Bezirk Bremgarten zugeteilt.

Geografisch

Das Kelleramt gehört zum Freiamt. Das Freiamt erstreckt sich geografisch zwischen Lindenberg und Mutschellen und von der Endmoräne bei Othmarsingen bis zur Reuss bei Root.

Zu den Kellämter-Gemeinden gehören die im Gewerbeverein Kelleramt zusammengeschlossenen Gemeinden Arni, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Rottenschwil und Unterlunkhofen.